Gemeinsam für ein
neues Stück Innenstadt
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses fand am 22. April 2026 der erste von zwei Nutzungsworkshops statt, zu dem rund 110 Personen geladen waren.
Unter den Teilnehmenden waren zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger, die zuvor eine persönliche Einladung von Bürgermeister Andreas Bovenschulte erhalten hatten, sowie weitere Interessierte, die sich im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne registriert hatten. Da das Interesse größer war als die verfügbaren Plätze, wurden die Teilnehmenden im Vorfeld per Losverfahren ausgewählt.
Ebenfalls wurden zentrale Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, sozialen Trägern und Stadtentwicklung zur Veranstaltung geladen.
Ein gemeinsames Ziel
Ziel war es, gemeinsam Ideen und Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Quartiers zu erarbeiten.
In Kleingruppen wurde intensiv zu unterschiedlichen Themenfeldern diskutiert:
Eine Gruppe beschäftigte sich mit öffentlichen Räumen, Aufenthaltsqualität und Möglichkeiten der Aneignung, etwa für Kinder, Familien und Jugendliche, sowie mit Fragen der Mobilität und des zukünftigen Mobilitätskonzepts.
Weitere Teilnehmende widmeten sich Umwelt und Nachhaltigkeit, darunter mögliche Standards für eine klimaangepasste Entwicklung, sowie dem Erhalt bestehender baulicher Relikte und deren zukünftige Nutzung oder Verortung in Bremen.
Zudem wurden kulturelle und kreative Nutzungen für Jugendliche und Erwachsene diskutiert sowie Potenziale im Bereich Wissenschaft und Bildung.
Ein weiteres zentrale Thema des Workshops waren Büro- und Gewerbenutzungen, urbane Produktion, Hotel- und Beherbergungskonzepte sowie Fragen zu Einzelhandel, Gastronomie und Nachtleben.
Nicht zuletzt setzte sich eine Gruppe mit Wohnen und vielfältigen Wohnformen auseinander sowie mit sozialer Infrastruktur und gemeinschaftlichen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen, darunter Kinder und Seniorinnen und Senioren.
Workshop #2
Der zweite Nutzungsworkshop am 29. Mai 2026 knüpfte unmittelbar an die Ergebnisse des ersten Workshops sowie der vorausgegangenen Online-Beteiligung an und vertiefte die dort entwickelten Ansätze.
Zu der Veranstaltung waren rund 110 Personen geladen, darunter zahlreiche Bürger:innen, die bereits beim ersten Workshop vertreten waren. Darüber hinaus waren erneut Vertreter:innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, sozialen Einrichtungen und der Stadtentwicklung eingeladen.
Im Mittelpunkt stand die Diskussion des erarbeiteten Nutzungsrahmens und des daraus entwickelten Perspektivbildes. An fünf thematischen Stationen, die von den Teilnehmenden im Rotationsverfahren durchlaufen wurden, wurden die vorgeschlagenen Nutzungen intensiv erörtert:
1. Dritte Orte, Soziales, Kultur, Freizeit und Sport
2. Wohnen und Sonderwohnformen
3. Einzelhandel und Gastronomie
4. Dienstleistungen, Büros und urbane Produktion
5 Querschnittsthemen sowie allgemeine Rückmeldungen zum Nutzungsrahmen
Diskutiert wurden die Bedeutung und Priorisierung einzelner Nutzungen ebenso wie mögliche Synergien, Zielkonflikte und Herausforderungen bei deren Umsetzung. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die Erarbeitung eines Nutzungskonzepts ein, das den sechs Planungsteams als fachliche Grundlage für die weitere Ausarbeitung ihrer Konzepte zur Verfügung gestellt wird.
Die zentralen Ergebnisse der Workshops können hier eingesehen werden:
Workshop #1
Workshop #2
6 Architekturbüros
stehen im Wettbewerb den Standort des ehemaligen Kaufhauses in der Bremer Innenstadt neu zu entwickeln. Bremer Büros sowie nationale und internationale Teams kreieren einen neuen Stadtbaustein für die Hansestadt. Welcher Entwurf gewinnt, entscheidet sich Ende des Jahres 2026.
gemeinsam zum Nutzungskonzept
In Kleingruppen wurde bei den Workshops zu verschiedenen Themen diskutiert. Die finalen Ergebnisse zum zukünftigen Nutzungskonzept fließen in die Arbeiten der sechs Architekturbüros im Qualifizierungsverfahren ein.
Bildnachweis
Johanna Stolzenberger