Butter bei die Zukunft - BRESTADT
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Butter bei die Zukunft - BRESTADT
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    für die zukunft bremens

    Am 9. April 2026 startete der Beteiligungsprozess „Butter bei die Zukunft“ mit einem öffentlichen Informationsabend.

    Rund 200 Gäste kamen, um sich über die Zukunft des ehemaligen Kaufhaus-Areals in der Bremer Innenstadt zu informieren.
    Unter den Teilnehmenden waren zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger, die zuvor eine persönliche Einladung von Bürgermeister Andreas Bovenschulte erhalten hatten, sowie weitere Interessierte, die sich im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne registriert hatten. Da das Interesse größer war als die verfügbaren Plätze, wurden die Teilnehmenden im Vorfeld per Losverfahren ausgewählt.
     
    Im Mittelpunkt des Abends standen das Qualifizierungsverfahren, der Ablauf des iterativen Planungsprozesses sowie die Möglichkeiten zur Beteiligung.
    Neben Bausenatorin Özlem Ünsal und Senatsbaudirektor Arend Bewernitz als Vertreter:innen des Senats, stellten die BRESTADT und weitere Organisatoren wie BPW Stadtplanung vor, wie der neue Standort im Herzen der Stadt in den kommenden Jahren entwickelt werden soll und welche Rolle die Stadtgesellschaft dabei spielt.
     
    Ein Verfahren, das gemeinsam wächst
    Besonderes Augenmerk lag auf dem lernenden, schrittweisen Verfahren, bei dem sich Planung und Beteiligung eng verzahnen. Erste städtebauliche Überlegungen der Planungsteams werden im weiteren Verlauf durch Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft ergänzt und weiterentwickelt.
    So fließen die Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger direkt in die Ausarbeitung der Nutzungsideen für den neuen Standort ein. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der sich an den Bedürfnissen der Menschen in Bremen orientiert und die Innenstadt langfristig stärkt.

    Beteiligung startet direkt vor Ort
    Bereits während des Informationsabends konnten sich die Gäste aktiv einbringen. Über ein interaktives Fragentool hatten sie die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die Referentinnen und Referenten zu stellen und Themen zu adressieren, die ihnen besonders wichtig sind.
     
    Der Abend bildete damit nicht nur den Auftakt, sondern auch den ersten Schritt in einem offenen Dialogprozess.

    Seit 9. April und bis 3. Mai 2026 haben Bremer Bürger:innen und darüber hinaus Interessierte nun die Möglichkeit sich digital und anonym über eine Online-Umfrage im Beteiligungsprozess einzubringen.

    6 Architekturbüros

    stehen im Wettbewerb den Standort des ehemaligen Kaufhauses in der Bremer Innenstadt neu zu entwickeln. Bremer Büros sowie nationale und internationale Teams kreieren einen neuen Stadtbaustein für die Hansestadt. Welcher Entwurf gewinnt, entscheidet sich Ende des Jahres 2026.

    Informationsabend Beteiligungsprozess Bürgerbeteiligung Bremen Butter bei die Zukunft BRESTADT. Copyright Johanna Stolzenberger

    Informationsabend Beteiligungsprozess Bürgerbeteiligung Bremen Butter bei die Zukunft BRESTADT. Copyright Johanna Stolzenberger

    Informationsabend Beteiligungsprozess Bürgerbeteiligung Bremen Butter bei die Zukunft BRESTADT. Copyright Johanna Stolzenberger

    Auf einen Blick

    Du konntest nicht dabei sein oder willst nochmal reinschauen? Hier findest du die Präsentation vom Informationsabend. Kompakt und zum Nachlesen aufbereitet.

    Informationsabend Beteiligungsprozess Bürgerbeteiligung Bremen Butter bei die Zukunft BRESTADT. Copyright Johanna Stolzenberger

    Informationsabend Beteiligungsprozess Bürgerbeteiligung Bremen Butter bei die Zukunft BRESTADT. Copyright Johanna Stolzenberger

    Informationsabend Beteiligungsprozess Bürgerbeteiligung Bremen Butter bei die Zukunft BRESTADT. Copyright Johanna Stolzenberger

    Fragen vor Ort

    Am Standort des heutigen Parkhaus Mitte entsteht mit dem Bremer Hof ein neues, vertikales Quartier mitten in der Bremer Innenstadt. Das bestehende Parkhaus wird dafür ab 2027 zurückgebaut.

    Geplant ist ein vielfältiger Nutzungsmix: In den oberen Etagen entstehen Wohnungen, während die Erdgeschosszonen Raum für Einzelhandel und Gewerbe bieten. Ergänzt wird das Quartier durch öffentlich zugängliche Bereiche, darunter ein Innenhof sowie ein Wintergarten im sechsten Obergeschoss, die neue Aufenthaltsqualitäten in der Innenstadt schaffen.

    Grundlage für die Planung ist ein Architekturwettbewerb aus dem Jahr 2024. Aus diesem ging der Entwurf des Büros Hild und K als Sieger hervor. Die weitere Entwicklung und Umsetzung des Projekts liegt seitdem bei der BRESTADT GmbH.

    Eine gemeinsame Entwicklung beider Projekte war ursprünglich vorgesehen. Aufgrund unterschiedlicher Eigentumsverhältnisse und zeitlicher Abläufe ließ sich dieser Ansatz jedoch nicht umsetzen.

    Der Architekturwettbewerb für den Neubau auf dem Areal des Parkhaus Mitte wurde bereits 2024 abgeschlossen. Das Kaufhaus ging hingegen erst 2025 in den Besitz der BRESTADT über. Zu diesem Zeitpunkt war die Planung für den Bremer Hof bereits deutlich fortgeschritten.

    Trotz dieser getrennten Ausgangssituationen wurde darauf geachtet, beide Vorhaben perspektivisch miteinander zu verknüpfen. Durch die zunächst bestehende Brandwand zwischen den Gebäuden blieb eine bauliche Anschlussfähigkeit erhalten, die in der weiteren Planung des Bremer Hofs berücksichtigt wurde.

    Auch die zukünftige Entwicklung des Kaufhaus-Areals orientiert sich gestalterisch am Bremer Hof. So wird sichergestellt, dass beide Projekte langfristig zusammen gedacht werden und ein stimmiges Gesamtbild im Quartier entsteht.

    Die Petition wird im Petitionsausschuss behandelt.

    Die Entscheidung, die Stadtgesellschaft nicht in den konkreten Beschluss zum Abriss einzubeziehen, ist vor dem Hintergrund der besonderen Situation in der Bremer Innenstadt zu verstehen. Der Blick richtet sich hier nicht nur auf ein einzelnes Gebäude, sondern auf die gesamte Innenstadt und die Vielzahl an parallelen Herausforderungen. Um in diesem komplexen Gefüge überhaupt handlungsfähig zu bleiben und notwendige Entwicklungen voranzubringen, sind an bestimmten Stellen auch zügige, fachlich fundierte Entscheidungen erforderlich.

    Grundlage für die Abwägung war zudem eine breite Studienlage aus vergleichbaren Projekten, in denen unterschiedliche Szenarien wie Erhalt, Teilabriss und Neubau intensiv untersucht wurden. Auch die konkret beauftragten Büros haben sich sehr sorgfältig mit den möglichen Optionen auseinandergesetzt und die Entscheidung keineswegs leichtfertig getroffen.

    Dabei wurde deutlich, dass selbst bei einem vollständigen Erhalt des Gebäudes weiterhin ein erheblicher Abrissanteil von etwa 40 bis 50 Prozent notwendig gewesen wäre. Gleichzeitig sind gerade bei (Teil-)Abrissen erfahrungsgemäß zahlreiche bauliche Unwägbarkeiten und mögliche Überraschungen zu erwarten, die Planungssicherheit und Kostenentwicklung zusätzlich erschweren.

    Aus fachlicher Sicht führte die Option des vollständigen Erhalts daher letztlich nicht zu einer tragfähigen Lösung, sondern hätte die Entwicklung immer wieder in neue Abwägungsschleifen gebracht, ohne eine klare Perspektive zu eröffnen.

    Ja, der Abriss des Kaufhauses wurde durch den Bremer Senat am 11.11.2025 beschlossen. Die Planungsbüros haben jedoch die Möglichkeit in ihren Entwürfen einen Erhalt einzelner Bestandteile des Bestandes vorzuschlagen.

    Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zentrale Bestandteile der Planung. Für das Projekt wird eine Zertifizierung nach gängigen Nachhaltigkeitsstandards angestrebt, um die gesetzten Ziele auch messbar und überprüfbar zu machen. Aspekte des Klimaschutzes fließen dabei von Anfang an in die Planung ein.

    Auch die Klimaanpassung wird frühzeitig mitgedacht. Beim Bremer Hof sind beispielsweise ausreichend große Schwammflächen vorgesehen, die Regenwasser aufnehmen und speichern können. Diese werden so dimensioniert, dass sie perspektivisch auch angrenzende Bereiche, wie das Kaufhaus-Areal, mit berücksichtigen.

    Darüber hinaus spielt Begrünung eine wichtige Rolle. Insbesondere die Flächen rund um das eigentliche Kaufhaus-Grundstück bieten Potenzial für zusätzliche grüne Elemente und Aufenthaltsqualität.

    Ein weiterer Ansatz ist die städtebauliche Öffnung des bislang geschlossenen Blocks. Durch die Auflösung in einzelne Baukörper entsteht mehr Durchlässigkeit. Ziel ist es, Licht und Luft in das Quartier zu bringen und so das Mikroklima spürbar zu verbessern.

    Ein feststehendes Gesamtbudget für das Projekt gibt es in dieser frühen Phase noch nicht. Die finanziellen Rahmenbedingungen werden unter anderem durch die weiteren Planungen und insbesondere durch die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses mitbestimmt.
    Dabei gilt es, unterschiedliche Aspekte miteinander abzuwägen: die verfügbaren finanziellen Mittel, die wirtschaftlichen Anforderungen an das Projekt sowie die Wünsche und Anregungen aus der Stadtgesellschaft. Ziel ist es, eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die sowohl qualitativ überzeugt als auch langfristig finanzierbar ist.

    Ein Blick in andere Städte, etwa auf das Forum Groningen, zeigt, wie neue Formen von Innenstadtentwicklung aussehen können mit offenen, konsumfreien Räumen und vielfältigen Nutzungen. Solche Beispiele dienen natürlich als Inspiration, lassen sich jedoch nicht eins zu eins übertragen, da jede Stadt eigene Rahmenbedingungen mitbringt.
    Für das Verfahren wurden daher gezielt Büros eingeladen, die über umfangreiche Erfahrung in der Transformation von Innenstädten verfügen. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven und fundierte Expertise in komplexen städtebaulichen Prozessen mit.

    Ein besonderer Ansatz liegt zudem in der Zusammenarbeit: In einer frühen Phase arbeiten die beteiligten Büros gemeinsam an zentralen Fragestellungen. So entsteht ein offener Austausch, der es ermöglicht, unterschiedliche Ideen und Lösungsansätze zusammenzuführen und weiterzuentwickeln.

    Ja, für das Projekt gibt es einen klar strukturierten Zeitplan, der jedoch in Teilen noch weiter konkretisiert wird.
    Zunächst läuft aktuell das angestrebte Zertifizierungsverfahren, das voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Im Anschluss folgt die vertiefte Planung gemeinsam mit den Architekturbüros, die etwa ein Jahr in Anspruch nehmen wird.

    Darauf aufbauend schließen sich die nächsten Schritte an: Bauantrag, Ausführungsplanung und die Vergabe der Bauleistungen.
    Parallel dazu werden die Abbruchmaßnahmen vorbereitet. Für das Kaufhaus-Areal ist vorgesehen, noch in diesem Jahr den Abbruchantrag zu stellen, möglichst gebündelt mit dem Verfahren für das Parkhaus Mitte. Der eigentliche Rückbau ist für Anfang 2027 geplant.

    Für das Parkhaus Mitte wurde der Abbruchantrag bereits eingereicht. Hier wird der Abbruch ebenfalls voraussichtlich Anfang 2027 beginnen.

    Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen sollen im Beteiligungsprozess gezielt gestärkt werden. Ein Ansatz ist dabei, jüngere Menschen in der Zufallsauswahl bewusst leicht überzugewichten. Zudem wird die Online-Umfrage gezielt über die Jugendbeiräte und Jugendforen Bremens gestreut.

    Die Workshops zum künftigen Nutzungskonzept am 22.04.26 und 29.05.2026 sind zusammenhängend zu verstehen aufgrund der inhaltlichen Komplexität.

    Eine Anmeldung zur Planungswerkstatt ist ab Ende Mai 2026 möglich. Die Informationen dazu werden auf dieser Website zu finden sein.

    Konkrete Gespräche mit potenziellen Nutzer:innen oder Mieter:innen für das Kaufhaus-Areal finden derzeit noch nicht statt. Hintergrund ist, dass die zukünftigen Nutzungen im Detail noch nicht feststehen und zunächst im weiteren Prozess entwickelt werden sollen.
    Für den Bremer Hof hingegen werden bereits Gespräche geführt. Diese befinden sich aktuell in einem frühen Stadium, sodass dazu noch keine weiteren Details genannt werden können.

    Grundsätzlich ist vorgesehen, die Entwicklungen beider Projekte eng aufeinander abzustimmen. Die im Beteiligungsprozess zum Kaufhaus-Areal formulierten Nutzungswünsche sollen dabei auch Einfluss auf die Nutzung des Bremer Hofs haben. Ziel ist es, ein komplementäres Gesamtgefüge zu schaffen, in dem sich die Angebote sinnvoll ergänzen.

    Aufgrund des großen Interesses wird aktuell geprüft, wie der Prozess über die begrenzte Teilnehmerzahl der Workshops hinaus transparenter und breiter zugänglich gemacht werden kann.
    In diesem Zusammenhang wird unter anderem überlegt, die Planungswerkstatt in einem hybriden Format durchzuführen. So könnten Interessierte den Prozess auch digital verfolgen und Einblicke in die vorgestellten Ideen und Entwürfe erhalten. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, den weiteren Verlauf nachzuvollziehen.

    Die Teilnahme am Beteiligungsprozess ist grundsätzlich offen gestaltet, sodass alle Interessierten die gleiche Möglichkeit haben, sich zu registrieren und einzubringen. Ergänzend wird mit Zufallsauswahl gearbeitet, um unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven zusätzlich einzubeziehen und eine möglichst vielfältige Zusammensetzung der Teilnehmenden zu unterstützen.
    Eine gezielte Registrierung bestimmter Gruppen kann dabei nicht sichergestellt werden. Der offene Zugang bleibt jedoch für alle gleichermaßen gewährleistet.

    Bildnachweis

    Johanna Stolzenberger

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